Montag, 6. März 2006

Im Leechwald

Hab meine Hausaufgaben gemacht: hab mir ein Stück freie Wildbahn gesucht und gelauscht. Hatte nicht viel Zeit, also bin ich in den Wald in der Nähe der Uni. Wunderschön! (Drei Rufzeichen!!!)


Alle Bäume träumen unter dem Schnee von gestern vor sich hin; ich bin doch wieder versöhnt mit dem Wettergott. Setz mich auf eine Bank bei einem zugeschneiten Fußballfeld und seh der Sonne beim Mustermachen zu.
Der Wind, der eine Rotbuche kämmt. Alles fühlt sich so unberührt an, luftig, rosig, frühlingsfrisch trotz der Schneemassen. Plötzlich sehe ich nach rechts, entdecke einen kleinen Baum mit Kätzchen und Zapfen - eine Erle??? Springe auf, wie von der Tarantel gestochen, breche nach kurzem Zögern ein Kätzchen und einen Zapfen ab, um zuhause in meinem Buch noch mal zu kontrollieren.


Hat mir Kraft gegeben, diese Viertelstunde. Ich beginne zu erahnen, was die Natur in uns alles bewerkstelligen kann... Und der Wald heute war auch auf komische Weise viel offener als der letztens - lag wahrscheinlich am vielen Licht und den zierlicheren Bäumen. Vielleicht hat aber jeder Wald tatsächlich einen eigenen Charakter?

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Lieber Artemis, hab mich sehr gefreut, dass du ihn verstanden hast, "meinen" wald, denn er ist wirklich anders. vielleicht weil er so uralt ist und so viel gesehen hat, oder weil er hügelgräber beheimatet und wahrscheinlich auch heute noch feen und elfen in ihm wohnen. der leechwald ist ein guter wald- nein, er ist der beste!